Hauptstadtkind

das Blog von Sebastian Michalke

Umzug ohne die Telekom – leider!

Dieser Artikel ist Teil 1 von 4 in der Serie Internetwechsel

Nach rund 3 1/2 Jahren werde ich mich wohl von der Telekom trennen müssen. Denn was die Telekom durch einen Umzug verlangt ist einfach nur frech.

Angefangen hat es vor fast 4 Jahren, als ich zurück zur Telekom gewechselt bin. DSL war in meiner Straße (3km zum Alexanderplatz) nur mit 1-2 MBit verfügbar. Ne Info der Telekom, das ich auch VDSL haben kann, bewegte mich zum Wechsel.

Dank Entertain was kostenlos mit angeboten wurde war ich schnell verwöhnt und wollte diesen Service (Timeshift im TV, schneller Upload) nicht mehr missen. Als dann noch HD Sender kamen war alles fein – ok das hatte natürlich auch seinen Preis.

Stand heute

Heute bin ich Vater und habe inzwischen mit meiner Frau beschlossen ins Grüne zu ziehen. Nicht aufs Land, aber Berlin bietet in Köpenick ja auch nen fairen Kompromiss. Deshalb hab ich also wie mehrfach in der Vergangenheit mal eben dem tollen Team von @Telekom_hilft per Twitter geschrieben.

Klingt doch super, oder? Fand ich auch. Leider zu früh gefreut.

Nach einigen Tagen hatte ich dann wie angekündigt Post erhalten mit der Bestätigung. Kurz überflogen – stimmt schon und weggelegt. Am WE beim Ablegen der Wochenpost nochmal genau durchgelesen und da traf mich der Schlag:

Neben der Auflistung der Posten zwischen den Zeilen dann der Punkt
Bereitstellung: 69,95 EUR

Das kann doch nur ein Scherz sein. Ich also mich wieder an das Twitter-Team gewendet.

Wat?! Ich bin seit 3 1/2 Jahren Bestandskunde, zahle monatlich viel Geld, und nur weil im System nen Knopf gedrückt und ne andere Adresse hinterlegt werden, muss (es kommt KEIN Techniker raus!) werden fast 70 Eur verlangt?! Mit Sicherheit nicht.

Welche Optionen gibt es nun?!

1) Die 70 EUR blechen und weiterhin Kunde der Telekom bleiben. Soweit ich gelesen habe (kann es aber nicht sicher sagen) wird durch den Umzug auch wieder ein Neuvertrag geschlossen mit einer Mindestlaufzeit von 24 Monaten.

2) Die 70 Eur nicht blechen, sondern offiziell mit der Telekom nicht umziehen. Bedeutet ich kann 3 Monate zum Monatsende kündigen – wurde mir zumindest an der Hotline so gesagt. Heißt aber konkret, dass ich 2-3 Monate doppelt zahlen muss. Denn auch wenn ich noch Kunde bin, kann ich den Anschluss nicht mehr nutzen. Aber ich muss natürlich dann für den neuen Anbieter zahlen.

3) Durch die Veränderung der Leistung (dort ist nur noch VDSL 25 und nicht mehr VDSL 50 möglich) verändert sich auch der aktuelle Vertragsgegenstand. Somit haben beide Parteien das Recht auf Sonderkündigung nach §313/3 des DGB. Also beim Stichtag Umzug raus.

4) Ich zahle erst mal die 69 Eur schließe somit einen neuen Vertrag ab und kann innerhalb der 14 Tage vom Vertrag zurücktreten. Die Frage ist, tritt dann wieder der alte Vertrag in Kraft?

Wie ihr seht, es gibt ein paar Möglichkeiten.
Ich habe mich nun für 2 Möglichkeiten entschieden:

Ich probiere Option 3 und habe bereits per FAX die Sonderkündigung rausgeschickt. Sollte das nicht klappen, dann habe ich bereits von Kabel Deutschland einen schönen Deal (Option 5) angeboten bekommen:

5) Normale Kündigung bei der Telekom und bereits Kabel Deutschland bestellen. Von KD wurde mir versichert, dass so lange der alte Telekom-Vertrag läuft keine Kosten von Kabel Deutschland anfallen. Ich habe somit bis zum Ende der Restlaufzeit offiziell zwei Verträge. Zahlen muss ich an die Telekom, die Leistung beziehe ich von Kabel Deutschland.

Wie soll das finanziell funktionieren?
Kabel Deutschland sagt dazu: Sie wollen mich als neuen Kunden haben und würden dafür sogar die ersten Monate auf das Geld verzichtet. Das klingt doch fair. Mal sehen was die Telekom nun zu meinem Fax sagt. Bleibt spannend. 🙂

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8 Kommentare

  1. Moin,
    ein Umzug und damit die Änderung der DSL Geschwindigkeit ist laut Telekom kein Kündigungsgrund. Ich bin von DSL16000 auf DSL384 umgezogen und das ist eben einzig und allein mein Problem und Risiko (Bereits durch mehrere Urteile bestätigt), sagte man mir am Telefon.
    Somit saß/sitze ich 20 Monate auf dem Vertrag fest, da ich eben erst auf 16000 hochgestuft hatte.

    Bin gespannt, wie es bei Dir weiter geht.

    Gruß
    Wolfram

    • Sebastian

      25. Oktober 2012 at 15:53

      Bei KD sagte man mir aber genau das Gegenteil. Zumal ja bei VDSL eine Mindestgeschwindigkeit eingehalten werden muss (bei der Telekom). Und wenn aus VDSL50 nur noch VDSL25 werden, dann ist das einfach weniger. Bei DSL heißt es ja „bis zu“.
      Die Kündigung haben sie erhalten und antworten mir noch schriftlich wurde mir gesagt.
      Bin selber gespannt.

  2. Bei der Suche nach einem neuen Anbieter, habe ich auch mal versucht, die Mindestgeschwindigkeit zu erfahren. Bisher war dann 1000 die Antwort. Die Telekom sagte mir damals, das ich ja zugestimmt hätte, auch mit DSL384 zufrieden zu sein. Dank dem Kleingedruckten!
    Immerhin meint ein Anbieter trotzdem DSL2000 aus der Leitung zu bekommen. Bin also im Frühjahr gespannt.

    Viel Glück beim Umzug

    Wolfram

  3. Allein ein Umzug von Provider zu Provider ist die absolute Hölle, hatte über 14 Tage lang kein Internet und das war auch noch alles rechtlich korrekt!

    • Bei 14 Tagen hast du es eh noch gut erwischt, das geht auch schlimmer 🙂

      Ich bin inzwischen aber nicht mehr erstaunt, dass bei solchen Telefonanbieter-Dingen immer die wildesten Sachen rauskommen. Mehr erwarte ich nicht mehr. Erst kürzlich hatten Bekannte in Innsbruck vom Provider anscheinend das falsche Modem bekommen (für eine 100 MBit-Leitung und nicht für 25MBit). Erst ein Techniker hat das dann lösen können…

  4. Es fiel uns leicht, von der Telekom zu kabeldeutschland zu wechseln. Nach einigen Hürden und fast 3 Wochen ohne Internet und Telefon stand die Technik. Zu Beginn, das war toll, lag die DSL Geschwindigkeit bei bis zu 24 mbits stabil und schnell. Irgendwann musste die Datenrate reduziert werden, seit 1,5 Jahren wird in 300m Entfernung ein Haus renoviert. Seitdem sind Ausfälle und sehr schlechte Raten an der Tagesordnung. Was aber wirklich übel ist, ist der völlig inkompetente Support/Technische Service, der eigentlich Störungen beheben soll. Eine dusslige Telefonistin nach der anderen, die nicht zuhören und sich an Standardantworten und Tipps überbieten. Unglaublich.

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