Ich habe die Gelegenheit bekommen das 360-Grad-Soundsystem der Firma Xounts für 6 Monate zu testen. Mit meinem Fazit habe ich 5 Monate gewartet, um alle Vor- und Nachteile noch genauer einschätzen zu können.

Die Ausgangslage

Wenn es um das Thema Musik und Technik geht, bin sicher im Vergleich zu anderen noch in der Steinzeit 😉
Eine alte klassische Musikanlage mit 3fach CD-Wechsler, Doppelt-Kassettendeck, Radio und zwei simple Boxen schmückt das Sideboard seit vielen Jahres in unserem Wohnzimmer. In der Küche ein DDR-Oldtimer-Radio so groß wie ein Koffer. Macht aber einen tollen Bass. Hatte mir mein Nachbar vor vielen Jahren bei meiner ersten Bude mal geschenkt. 🙂 Und im Bad befindet sich ein 10 Eur Radio.
Selbst der Plama-TV an der Wand hat keine externen Boxen. Somit ist der Sound zwar nicht flach, aber auch nicht besonders herausragend 😉
So war ich gespannt, wie das Produkt hier alles ändern wird.

Der Aufbau

Die Rund 1m lange Verpackung lässt einen bereits auf ein tolles Soundsystem hoffen.
Im Inneren findet man folgende Einzelteile:
Der in Klavierlack massive Standfuss mit integriertem Bassreflex-Subwoofer (30 Watt), die Innere Plastikverkleidung für die Pyramidenoptik, der äußere Designbezug und das für mein Modell noch passende Bluetooth-System.

Der Aufbau ging relativ einfach:
Standfuss platzieren, Bluetooth-Modul anstecken und die Kabel verbinden. Anschließend die Sparlampe rein gedreht, nun die faltbare Plastikverkleidung und anschließend die Designhülle drüber. Fixierung angebracht und zum Ende Deckel rauf – Fertig.

Als Design habe ich eine schlichte Verkleidung aus Zellstoff erhalten. Diese kann man jederzeit nach seinen Wünschen gegen ein anderes Topcase aus dem Onlineshop verschönern.

Der erste Test

Das Soundsystem habe ich relativ schnell zum Laufen gebracht. Über das Smartphone beide Geräte per Bluetooth gekoppelt und schon klang die Testmusik über die Anlage. Ein tiefer Bass klang aus der Pyramide, etwas zu viel aber das ist einstellbar.
Denn auf der Rückseite vom Fuß befinden sich die Bedienelemente: Ein/Aus-Schalter, Schalter für die Beleuchtung, Lautstärke und der Regler für den Bass. Zusätzlich ein 3,5 mm Klinkeneingang für div. Audiogeräte.

Da ich aber nun an meiner so tollen alten Musikanlage keinen Audioausgang finden konnte, musste eine andere dauerhafte Audioquelle her.
Der Blick zum Fernseher (inzwischen ca. 4 Jahre alt) und dort die Audioausgänge geprüft. Leider keiner der passende würde. 🙁
Glück hatte ich dann aber beim Entertain-Receiver der Telekom und konnte so das Fernsehprogramm mit der Anlage verbinden.

Ok es ist schon ein gewaltiger Unterschied, ob man nun über den Fernseher oder über die aktive Audioquelle beschallt wird. Der Bass ist heftig und gibt einen ordentlichen Rums 🙂 Musste ich sehr schnell runter regeln, weil sonst jeder Nachbar Sturm klingeln würde 😉

Langzeittest

In den letzten 5 Monaten habe ich die Anlage auf meine zur Verfügung stehenden Möglichkeiten genutzt. Sei es nun als klassische Fernsehanlage, im Garten zur Party oder im Keller zum Sport.

Das Bluetooth-Modul lässt sich wie oben bereits geschrieben schnell koppeln und funktioniert ebenso schnell über das Smartphone oder das Macbook. Leider muss ich aber zugeben, das ich öfters Verbindungsabbrüche hatte. Einen Dauertest woran es genau liegt, habe ich nicht gemacht. An zwei Party-Abenden im Garten wo das Gerät genutzt wurde, hatte ich gelegentlich Aussetzer. Erst wo die Anlage nicht weiter als 1,5m zum Rechner stand, war die Verbindung perfekt. Natürlich nicht ideal, aber machbar.
Im Garten wurde ich oft gefragt, was das denn für eine Lichtquelle sei 🙂 Man erkennt schließlich nicht sofort, das es eine Box ist.

Im Wohnzimmer, wo das Gerät ansonsten seinen Platz hat, machte es einen sehr guten optischen Eindruck. Es könnte auch ein Designelement sein.
Abends gibt es einen weiteren Pluspunkt, wenn aus dem Xounts-System durch die zuschaltbare Beleuchtung eine angenehme Atmosphäre entsteht. Wer noch mehr Komfort möchte, kann sich das optionale Multicolor-Modul nachkaufen und so die Farbe seinen Bedürfnissen per Fernbedienung anpassen.
Auch eine Streamingmöglichkeit ist optional nachkaufbar, um viele Xounts-Türme zu einer gemeinsamen Anlage zusammenzuschalten.

Fazit

Ein tolles Gerät, das Design und Funktion einzigartig verbindet. Durch die eben genannte Lichtquelle kann man es auch ohne Sound auch als diese verwenden. Auch die vielen Designhüllen lassen fast keine Wünsche offen, auch wenn diese natürlich auch ihren Preis haben.

Ich muss aus meiner Sicht aber sagen, dass das Gerät mit einem Kleinkind nur bedingt geeignet ist. Der Fernseher wurde vor einem 3/4 Jahr bereits kindersicher an die Wand gebracht. Das kann ich mit dem Turm natürlich nicht wirklich 😉 Auch wenn es zwei Klebe- und Klettklemmen gibt, um das innere Plastikgerüst zu fixieren. Mein Sohn hat es bestimmt schon 5x geschafft dieses wieder zu lockern. Denn ein anlehnen an den Turm hält das leider nicht stand.
Seitdem ist das Gerüst nicht mehr fixiert, was aber optisch nicht weiter stört. Ist aber trotzdem ein Minuspunkt.

Auch stört mich persönlich, dass bei meiner Designhülle die inneren Lautsprecher an der Wand zu sehen sind, sobald die Beleuchtung an ist. Zwar nur als Schatten, aber trotzdem gut sichtbar. Mag mit einer stärkeren bzw dunkleren Hülle möglicherweise verschwinden. Mich stört es sehr, besonders mit dem Hintergrund, das diese Ausstattung ca. 388 Eur kostet. In wie weit meine negativen Punkte für jeden zutreffen sei dahingestellt, ich möchte es aber erwähnt haben.

Die Kombination aus Bluetooth- und/oder Klinkeneingang zusammen mit der Lichtquelle machen aus der Box jedoch eine tolle Alternative zu allen anderen klassischen Boxen im Handel. Hinzu kommt der 360° Stereosound, der selbst aus nur einem Gerät eine wunderbare Beschallung macht. Wer Interesse hat kann sich weitere Informationen direkt auf der Webseite von Xounts besorgen. Das Soundsystem gibt es ab 299 Eur zu kaufen.

Vielen Dank geht an dieser Stelle an die Firma Xounts, für die Bereitstellung des Produktes für den Dauertest.