Fast drei Monate ist der Jahresurlaub inzwischen her, dennoch versprach ich euch noch etwas über den Urlaub aus Italien, zu schreiben.

Hotel

Wir buchten eine Woche im 4 Sterne Hotel Lanerhof. Das Familienhotel überzeugte uns nicht nur vorab durch ihre angebotenen Leistungen, sondern übertrafen diese vor Ort auch noch. Ein paar Beispiele: Das Restaurant ist räumlich in zwei Bereiche untergliedert. Für Gäste mit Kindern und ohne. So konnte sich niemand beschweren, dass es zu voll oder die Kinder mal wieder laut waren. Jeder Gast hat außerdem einen festen Tisch für den kompletten Aufenthalt. So spart man sich das Suchen und kann entspannter Essen. Für die Kinder gab es jeden Abend ein neues Malbild mit Stiften auf ihrem Sitzplatz. Das Kinderbuffet richtete sich zusätzlich an die kleinen Gäste. Hier gab es Pommes, Fischstäbchen, Würstchen und andere wechselnde Kindergerichte. Ansonsten überschlug uns regelrecht die Auswahl an Speisen auf den Buffettischen. Abends konnte man sich einen Salat und den Nachtisch selbst zusammenstellen. Die beiden Gänge dazwischen (Vorspeise und Hauptgericht) wurde als Dinner an den Tisch gebracht.

Gleich beim Check-in gab es für uns ein kostenloses Upgrade: die Wellness-Familien-Suite. Nicht nur ein größeres Zimmer mit Südblick Richtung Berge, eine Essecke und einem Balkon, der selbst den daheim übertrifft. Es gab sogar eine Dampfsauna im Bad. Wow!

Das Wetter war hingegen leider sehr durchwachsen und so konnten wir den Außenpool kaum nutzen. Dafür war die Poollandschaft innen um so größer. Ein Kinder/Baby-Becken, verzweigte Poolwege mit Wasserfall und Strudel entschädigten das sofort. Die Sauna-Landschaft hatten wir aufgrund der Kinder nicht genutzt, sah aber auch nicht schlecht aus. Als kleine Stärkung konnte man sich kostenlos im Spa jederzeit ein paar kleine Snacks nehmen.

Das Animationsprogramm für Kinder war so umfangreich, dass man seine Kinder theoretisch die komplette Woche hätte abgeben können: Indianer-Erlebnis-Tag, Frühstück im Wald oder Basteln um nur ein paar Beispiele zu nennen. Wir sind dann aber lieber mit unseren Kindern zum Hotel eigenen Streichelzoo gegenüber gegangen. 🙂

Ausflüge

Pragser Wildsee

Ein toller großer See, der problemlos einmal umrundet werden kann. Voraussetzung man hat keinen Rollstuhl oder Kinderwagen bei sich. Denn nach 3/4 der Umrundung endete für uns die Strecke und eine schmale lange Treppe begann. Da jederzeit auch aus der entgegenkommenden Richtung Touristen unterwegs waren, war eine Fortführung nicht möglich. Und so ging es wieder 2 km zurück – an der bereits bekannten Umrundung entlang.

Auf halber Höhe befindet sich ein großer Rastplatz mit direktem Zugang zum Wasser. Auch eine Waldtoilette (ein besseres Plumpsklo) war vorhanden.
Für die hungrigen Touristen wurde an nichts gespart. Pommes mit Bratwurst für 7 EUR oder die drei riesigen Parkplätze für je 5 EUR zeigten schnell. Hier sind Touristen willkommen.

Wir haben uns noch ein Ruderboot für 30 Minuten gemietet. Für 11 EUR war das aber angemessen. Wer wollte, konnte auch 60 Minuten für 17 EUR den See erkunden. Es war ein toller Ausflug mit einer unglaublich tollen Landschaft.

[slickr-flickr tag=“Pragser“ items=“100″ flickr_link=“on“]

Antholzer See

An einem anderen Tag sind wir zum Antholzer See gefahren. Dieser war diesmal weniger stark besucht. Das lag zum einen aber auch daran, dass die Umrundung weniger schön wie beim Pragser Wildsee ist. Zum anderen ist auch die Landschaft zwar auch toll, aber nicht so imposant.
Der Parkplatz an der Biathlon-Weltcup-Arena kostete 4 EUR. Zwar gab es 200 m weiter noch einen Parkplatz, dieser gab jedoch nur für 4 Fahrzeuge einen Stellplatz. Weitere 100 m weiter, gab es das erste Restaurant am See.

Der Weg führt zuerst entlang der Straße lang und zweigt schnell in den Wald ab, um rund 300 m später zum Panoramaplatz zu führen. Auch hier gibt es vereinzelte Parkplätze, die innerhalb 30 min kostenlos sind. Ab hier trennt sich endlich auch die Straße vom Wanderweg und man könnte die Umrundung beginnen. Wär nicht die große Steigung und der schmale Weg. Schnell ist man 30-50 m über der Straße entlang des Abhangs (ohne Geländer). Das war auch der Grund, warum wir uns gegen eine Fortführung mit Kinderwagen entschieden hatten. Schade.

[slickr-flickr tag=“Antholzer“ items=“100″ flickr_link=“on“]

Kronplatz

Der Hausberg in Bruneck ist etwas über 2200 m hoch. Und kann von verschiedenen Ortschaften erklommen werden. Zu Fuß bei rund 3 Stunden Wanderung oder per Gondel in 15 min. Da wir Berliner nicht so gut zu Fuß sind, nahmen wir natürlich die Gondel. Die Berg- & Talfahrt kostet für Erwachsene um die 16 EUR. Unsere Kinder zahlten noch nichts. Auch der Kinderwagen musste natürlich wieder mit und passte zum Glück durch die Tür. Für mich war es erst die zweite Fahrt mit einer Gondel. Wobei die erste auch schon 20 Jahre her und fast vergessen ist. Da wir bereits am Vormittag mit dem Aufstieg begannen, war es zusätzlich aufregend. Denn wir fuhren direkt durch die Wolkendecke, die wie ein Nebel am Berg hing. Zum Mittag klarte das Wetter auf und wir hatten durchgehend Sonnenschein mit einem unglaublich tollen Panoramablick.

Man findet hier einige Restaurants und Freizeitangebote. Auch das „Messner Mountain Museum“ (MMM Corones) konnte man hier vorfinden. Wie wir später erfuhren, hatte es erst wenige Tage zuvor eröffnet gehabt. Natürlich gab es auch für die Kleinen etwas zum Unterhalten. Ein kleines Indianerdorf, ein Spielplatz und ein Trampolin konnten entdeckt werden.

Wer zwischendurch Hunger bekam, der musste auch hier ein volles Portemonnaie mitbringen: zwei Portionen Pommes (das günstigste Essen) für sagenhafte 12 EUR.

[slickr-flickr tag=“Kronplatz“ items=“100″ flickr_link=“on“]

Weitere Ausflüge

Über das Hotel haben wir uns noch zwei Elektrobikes gemietet für zehn Euro am Tag echt fair. Mit denen sollte es eigentlich nach Mühlbach (25 km entfernt) gehen. Doch leider hatten wir uns total verfahren und so fuhren wir in der näheren Umgebung von Bruneck. Hatten aber dennoch um die 20 km auf dem Tacho gemessen. Man kann aber sagen, dass man zwar die Gegend auch zu Fuß erkunden kann, jedoch ist das Rad beziehungsweise das Auto unerlässlich.

Fazit

Ein Urlaub, der uns sehr viel Spaß bereitet hat. Nicht nur die zweitägige Anreise, die mal was anderes war als wie sonst nur den Flieger zu nehmen. Sondern auch das superfamilienfreundliche Hotel und die unglaublich tolle Landschaft hatten uns einen und super Urlaub beschert. Wir waren uns bereits im Urlaub sicher, dass wir noch mal wiederkommen wollen. Vielleicht diesmal aber mit einem Campingwagen 🙂

[slickr-flickr search=“sets“ set=“72157660032867696″ items=“49″ type=“gallery“ flickr_link=“on“][slickr-flickr search=“sets“ set=“72157660036241726″ items=“49″ type=“gallery“ flickr_link=“on“]