Elektro, Hybrid oder doch wieder Verbrenner?

Elektro, Hybrid oder doch wieder Verbrenner?


Inzwischen sind 8 Jahre vergangen, dass wir uns unseren Nissan Qashqai gekauft haben. Bis heute leistet er uns großartige Dienste. Trotz geringer Fahrweise überschreiten wir in den nächsten Monaten die 90.000 km Grenze. Daher schwebt die Idee im Raum, ob wir ihn weiter behalten oder uns einen neuen zulegen wollen.

Kofferraum, Verbrauch und Fahrweise sind prima. Im Prinzip gibt es keine Probleme oder Wünsche. Nur demnächst werden sicher die ersten größeren Reparaturen anstehen. Zusätzlich wär etwas mehr Platz im Kofferraum schon besser. Der Nissan bietet 430 L bzw. 1.598 L (bei umgelegten Rücksitzen). Also schon viel Platz. Dennoch ist es bei Reisen mit dem Auto schon eng und die Kinder brauchen in den nächsten Jahren auch größere Koffer. Ideal wär natürlich ein Van, vielleicht sogar inkl. Tisch. Aber leider sind diese dann doch zu teuer.

Neuwagen

Wenn wir uns doch für einen Neuen entscheiden, dann schon zukunftsweisend: Da wär Elektro schon fein bzw. auch Wasserstoff eine Möglichkeit. Aber auch Hybrid steht im Raum. Natürlich kann es auch ein klassischer Verbrenner werden, aber wieso nicht selber einen Teil für die Umweltbilanz leisten? Es ist am Ende nur eine Frage des Preises.

Elektro-Fahrzeug

Ein Elektro-Fahrzeug wär schon ein Traum. Am liebsten natürlich ein Tesla. Aber für alle Modelle fehlt uns in der Mietwohnung der Hausanschluss zum Wagen. Bedeutet wir müssten es immer an der Tankstelle bzw Ladestation an der Straße aufladen. Und für 150 km Reichweite würden das 12 Stunden reines Laden bedeuten. Das ist leider viel zu lang.

Bei den meisten (neueren) Wagen bietet die reine elektrische Leistung mindestens 40 km. Einige bieten auch bis zu 150 km an. Der Vorreiter ist weiterhin Tesla. Hier kann allein elektrisch eine Entfernung um die 400 km erreicht werden.

Aufgrund der verlängerten Wartezeit gegenüber dem klassischen Tanken wär das schon ein großes Manko für uns. Vernachlässigen darf man hier natürlich den Kaufpreis nicht. Wo wir hier locker über der Grenze der 30.000 Euro liegen würden.

Wasserstoff-Fahrzeug

Neben der besseren Umweltbilanz gegenüber eines Elektrofahrzeugs (beim Akkubau) spricht leider die begrenzte Anzahl an Modellen (nur 4 Stück) und der Kaufpreis gegen ein Wasserstoff-Fahrzeug. Diese kosten leider im Schnitt alle um die 80.000 Euro. Leider in diesem Leben nicht machbar. Auch wenn die Hersteller hier mit Leasingangeboten werben, sind diese dann für die kurze Dauer und der sehr begrenzten Anzahl an Wasserstoff-Tankstellen eine sehr große Umstellung im Vergleich zum Elektro-Wagen.

Hybrid-Fahrzeug

Eine weitere Möglichkeit ist ein Hybrid zwischen Elektro und Verbrenner. Hier gibt es technisch drei Arten: Serieller Hybrid, Paralleler Hybrid und Mischhybrid.

Was konkret die Unterschiede sind, kann man sich hier genau durchlesen. Die meisten Hersteller nutzen den Parallelen Hybrid, da dieser im Gegensatz zum Seriellen Hybrid weniger Energieverlust durch mechanische Engerie verursacht.

Vollhybrid, Mildhybrid und Microhybrid

Ein weiterer Unterschied sind die drei Arten. Die meisten Vorteile bietet ein Vollhybrid, wo der Elektromotor zeitweise komplett allein genutzt wird. Das erste Modell dieser Art war der Toyota Prius.

Günstiger ist der Mildhybrid, wo der Verbrenner immer für den Start genutzt wird. Der Elektromotor unterstützt hier nur zusätzlich bei der Fahrt. Es gibt also leichte Leistungsverbesserung durch den Elektromotor bzw sinkt der Durchschnittsverbrauch.

Viel weniger wird hingegen beim Mikrohybriden elektrisch benutzt. Hier wird maximal 10 % des Verbrauchs durch eine elektrische Energie ersetzt. Es ist eher fragwürdig, ob es wirklich noch ein Hybrid ist bei dieser geringen Unterstützung.

Die Idee ist schon gut, jedoch nahm ich bisher immer an, dass es mindestens 50 % durch elektrische Energie ersetzt wird. Dem ist leider nicht so.

Klassischer Verbrenner

Die Vorteile sich leider doch wieder für einen Verbrenner zu entscheiden sind wie folgt:

  • große Verbreitung der Tankstellen
  • kurze Wartezeit beim Tanken gegenüber der Ladezeit
  • günstigere Anschaffung

Natürlich ist die Umweltbilanz dadurch nicht besser als aktuell. Dennoch sollte man nicht vergessen wie viel Schaden die Umwelt bei der Herstellung der Akkus für die Elektrofahrzeuge enthält. Und solange es Wasserstoff-Fahrzeuge nicht mittlere bzw untere in die Preisklasse schaffen wird der Massenmarkt nicht wachsen.

Fazit?

Leider wissen wir selber noch nicht, was es am Ende wird. Klar wir haben keinen Druck und vielleicht warten wir auch noch ein Jahr. Vielleicht ändert sich bis dahin auch etwas oder wir sind auch nicht schlauer als heute. Wer weiß.

Wie steht ihr zu den Fahrzeugen?
Was habt ihr bzw was würdet ihr euch kaufen?


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