Die Tello Einsteigerdrohne im Test

Die Tello Einsteigerdrohne im Test


Vor 2 Wochen hatte ich Geburtstag und meine Frau hat zusammen mit einem guten Freund (und Drohnenfachmann) mir ein tolles Spielzeug gekauft (auch vielen Dank an dir Heike). Seit einigen Jahren gehe ich ihr schon auf den Geist, dass ich auch mal eine haben möchte. Den Sinn von diesem „Spielzeug“ muss man nicht erläutern. Teuer, viele Einschränkungen und macht im schlimmsten Fall nur Ärger. Im besten Fall tolle Bilder und das Fliegen macht Spaß.

Es war kein direkter Wunsch, dennoch haben sie mir den ein großes Grinsen ins Gesicht gezaubert.

Tello + Controller

Die Tello ist zwar eine Einsteigerdrohne, dennoch bietet sie ein super Preis-Leistungs-Verhältnis an. Sie ist leicht und klein, bietet aber mit ihrer 5 MP Kamera bzw. 720p Videoauflösung eine sehr gute Bildqualität. Die Flugzeit beträgt ca. 12 Minuten. Propellerschutz und wechselbarer Akku sind ebenso vorhanden. Lediglich das Videomaterial wird nicht intern auf der Drohne, sondern auf dem Smartphone live gespeichert. Hast du also einmal einen Verbindungsabbruch ist das auch auf dem Videomaterial zu sehen. Für den Kaufpreis von rund 100 Euro aber alles vollkommen akzeptabel.

Um noch bequemer die Drohne zu steuern, haben sie mir noch den externen Controller dazu geschenkt. Dieser ist in der Bauform dem Controller der PS4 sehr ähnlich und lässt sich super steuern. Wer vermutet, dass man ihn auch für Spiele auf dem Smartphone nutzen kann, der irrt. Es geht nur zusammen mit der Drohne.

Die Drohne hält ihre Position einwandfrei in der Luft. Dank Bodensensoren orientiert sie sich dabei an ihrem Untergrund und kann diesen auch ausweichen. Leider aber nicht horizontal. Ebenso ist die Kamera fix und kann nicht manuell gesteuert werden.

Die Drohne kann maximal 100 m weit geflogen werden. In der Höhe waren es erst 10 m – inzwischen sind per Update auch 30 m möglich. Das mag auf den ersten Blick nicht viel klingen, ist es aber zumindest für den Einsteiger.

Die ersten Flüge

Meine ersten Flüge hab ich bei uns im Garten getätigt. Ein paar Meter in jede Richtung und auch in die Höhe. In der offiziellen App gibt es auch ein paar Routinen, die per Klick gestartet werden können:

  • 360° Flug (um die eigene Achse)
  • Dronie (von euch einige Meter wegfliegen
  • Circle (Kreisbewegung um ein Objekt)
  • auf der Hand landen/starten
  • Loopings

Da wir im Garten recht viel Bäume stehen haben, war es nicht so einfach die maximale Höhe zu testen. Beim ersten Versuch (Grenze war noch auf 10 m) wurde gerade so das Dach vom Mehrfamilienhaus erreicht.

Mein zweiter Versuch über die Baustelle vor der Tür, war dann schon spannender. Leider merkte ich hier recht schnell, dass die WLAN-Verbindung abriss und Das Bild ruckelte.

Der erste Crash

Mein dritter Versuch war letzte Woche als ich den Blick über die „Dahme“ in Köpenick filmen wollte. Da wir nur rund 100 m vom Ufer wohnen, sollte das kein Thema sein, wenn man einmal die Bäume passiert hat.

Leider ging hier etwas schief, dass sie plötzlich im Baumwipfel strandete. Ich hatte zwar noch eine Verbindung und konnte ein Foto machen, ein Starten war jedoch nicht mehr möglich: „zu steiler Winkel“.

Die komplette Story inkl. Rettung aus 13 Meter Höhe findet ihr hier.

WLAN-Verstärker

In diversen Foren und Videos habe ich gelesen, dass es Sinn macht sich einen WIFI-Extender zu besorgen. Klar mit einem stärkerem WLAN ist die Verbindung besser und man kann auch weiter mit einem tollen Bild fliegen.

Ich habe mir nun diesen günstigen Verstärker von Xiaomi besorgt und werde ihn die nächsten Tage ausprobieren.

Fazit

Ich bin schon einmal eine „einfache“ Drohne geflogen, welche einfach nur fliegt, aber ihre Position nicht halten kann. Für den großen Mehrwert und günstigen Preis für 100 Euro bekommt man mit der Tello eine sehr gute Einsteigerdrohne. Das Fliegen macht Spaß und 12 Minuten Flugzeit sind super. Natürlich habe ich mir noch einen Ersatzakku besorgt und so macht es noch mehr Spaß.

Die Steuerung per Kontroller macht das Fliegen angenehmer. Die Bilder und Videos sehen sehr gut aus. Lediglich die fehlende Steuerung der Kamera ist schade. Aber für den Preis kann man das auch nicht erwarten.

Auch das fehlende GPS fällt kaum ins Gewicht. Denn dank der sehr guten Alternative (kostenpflichtigen App) gibt es zahlreiche Mehrfunktionen:

  • Return to Home
  • vGPS
  • Flugprotokoll
  • Bumerang
  • POI
  • Bildaussetzer aus dem Video automatisch entfernen

Da die meisten großen, guten Drohnen erst bei 400 Euro losgehen. Geschweige denn locker 1000 Euro und mehr kosten können, bekommt man mit der Tello für nur 100 Euro meiner Meinung nach ein super Preis-/Leistungsverhältnis. Ob nun als Anfänger oder auch für Gelegenheitsflieger.

Auch das Gewicht von nur 80 g ist so leicht, dass man keine Kennzeichnung benötigt. Dennoch muss man sich auch hier an Gesetze halten und darf nicht überall fliegen.


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