Hauptstadtkind

das Blog von Sebastian Michalke

Ein Vermögen für ein Spiel?

Seit rund 17 Jahren habe ich mit digitalen Spielen zu tun. Zuerst natürlich auf dem Computer von meinem Dad. Damals noch unter OS/2, später Windows 3.11 usw.
Nach vielen Jahren des Spielens am Computer und der bewussten Verweigerung komplett auf Konsolen umzusteigen, kam vor gut einem Jahr dann der Wandel. Da die Computertechnik eigentlich im Jahresrythmus auf dem Laufenden gehalten werden muss um Spiele zu spielen. Wollte ich diesen Trend nicht mehr mitgehen.
Ich hatte zwar noch im Keller eine alte N64 und SNES rumstehen, aber die waren wirklich nichts mehr für mich.

Um nun recht aktuelle Spiele und guter Grafikqualität spielen zu können, habe ich mich nach der Wii für Partys nun für die PS3 entschieden. Sie war durch die Rabattschlacht im Onlinemarkt stark gesunken. Was mir jedoch sofort auffiel waren die Preise der Spiele. Im Vergleich zur PC-Version waren die Konsolenpreise um rund 20% teurer. Aber auch die neusten Spiele haben inzwischen ihren Preis.

Denn auch wenn man durch den Wechsel von DM / EUR die Umrechnung nicht mehr durchführt, so sind beim genauen hinsehen die Preise stark gefallen. Gefallen? Ja! In den letzten10 Jahren hatte man in der Regel 30-40 EUR für ein neues Spiel bezahlt.

Heute sind Preise von 45-55 EUR keine Seltenheit. Möchte man zusätzlich noch eine Ungeschnittene Version kostet das natürlich extra.

Im aktuellen Fall, viel mir jedoch eine sehr starke Schwankung auf.
Das Spiel „Call of Duty – Black Ops“ ist bereits für 35 EUR (DS) erhältlich. Möchte man aber das Spiel in einer guten Bildqualität spielen, so muss man mindestens auf eine TV-Konsole oder den PC zurückgreifen.
Dort geht es dann ab 47 EUR für die PC Version los.
Die Konsolen-Spieler müssen dafür schon 59 EUR ausgeben.

Aber es gibt ja noch die ungeschnittene Version. Da sind ganze 83 EUR auf den Tisch zu legen. Echt heftig, oder?

Wenn ich mir jedoch mal die Preise aus der DM-Zeit ansehe, dann merke ich, das zum Beispiel The Legend of Zelda: Ocarina of Time für N64 damals stolze 129 DM gekostet hat. Das sind 65 EUR (1 Euro = 1.95583 DM).
Da sieht man, das die Spiel einfach nur preiswerter wurden nicht teurer.

2 Kommentare

  1. Um ehrlich zu sein finde ich nicht dass weil man nur ein Paar Spiele aufzählen kann, alle teurer oder billiger geworden sind. Ich glaube die Preise sind grundsätzlich gleich geblieben oder die Produktionskosten für die Firmen gesunken sind teilweise durch die billigere Technologie. Natürlich muss man das gewichten gegen mehr Aufwand für die Graphik und dementsprechend mehr Stunden die das Personal aufbringen muss.

    Ich weiss nicht ob man das so pauschalisieren kann.

    Dicken Gruß,

    Oxana

  2. Hey,

    dein Beispiel mit Legend of Zelda ist ganz gut. Aber wieviele Leute hatten damals denn eine Konsole bzw. wie viele solcher Spiele wie eben Legend of Zelda gab es?
    Diese minimale Vergünstigung liegt, meiner Meinung nach, daran, dass es heute eben viel mehr verbreitet ist (Konsolen und Spiele).

    Ähnlich wie bei Handys. Damals fast unbezahlbar, heute fast umsonst. Aber auch hier sind die Preise höhre als damals (abgesehen von irgenwelchen discount-anbietern).
    SMS bei Vodafone kostet 19 bzw 29 cent. Ich habe damals 29pfennig bezahlt 🙁
    Bei O2 ist das ganze noch schlimmer (früher ja noch Viag Interkom). Bei denen hatte ich meinen ersten Vertrag, SMS 15pfennig. Ab der 101. SMS dann 2 pfennig 🙂
    Diese 2 pfennig wird es wohl nie wieder geben. Und das war früher ein standart handyvertrag.

    Und zum Schluß noch der Verdienst (als bsp nehme ich mich):
    Ich hatte damals im Handel (ohne Ausbildung, Stk I) knapp 1600 DM netto raus (Mobilfunk-handel hehe). Bezahlung war nach Tarif.
    Heute bekommst du im Handel knapp 1100 netto (mit Ausbildung).

    Rechnerisch natürlich mehr. Aber als ausgelerne fachkraft und 10 Jahre „unterschied“ natürlich nicht wirklich.
    Dazu kommt noch, dass du nicht einfach so nen Job im Handel bekommst, und mit Tarif schon fast nur noch wunschdenken.

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