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das Blog von Sebastian Michalke

Elternzeit – Die ersten 2 Wochen

Heute gibt es mal etwas aus meinem Privatleben. Einige sprachen mich darauf an, ob ich nicht auch mal was zu meiner Zeit mit meinem Sohn sagen kann. Klar 🙂 Natürlich ist das sicherlich nicht ganz so spannend, wie es sich einige vorstellen. Aber gerne lasse ich einen Einblick in die 2 Monate Elternzeit euch gewähren. 🙂

Ich werde es in drei Teile splitten. Vielleicht auch etwas mehr – mal schauen:
Im ersten Teil wird es um allgemeine Dinge gehen. Im zweiten die nächsten Wochen und im dritten Teil um die Eingewöhnung in der Kita, welche ab August ansteht. Vielleicht anschließend noch nen Fazit – mal schauen 😉 Ich dachte mir, den Artikel baue ich als ein Art Interview auf – fällt einem dann leichter zu schreiben. Und los gehts:

Wie bist du überhaupt auf die Idee gekommen Elternzeit zu nehmen?

Das stand für mich recht schnell fest, als wir gemeinsam die Aufteilungsmöglichkeiten der Elternzeit sahen (allein max 12 Monate, geteilt max 14 Monate). Sie wollte das erste Jahr und ich anschließend die 2 Monate inkl Kita-Eingewöhnung machen.

Lohnt es sich Elternzeit zu nehmen?

Finanziell überhaupt nicht. Man bekommt gestaffelt einen Prozentsatz vom letzten Jahreslohn. In der Regel etwas um die 65-67%, wenn man normal arbeitet. Diese 65 % muss man aber auch erst einmal finanziell auffangen. Geringverdiener können bis zu 100% erhalten. Generell kann man aber sagen, das jeder zwischen 300 – 1.800 Eur Elterngeld bekommt. Nicht weniger und nicht mehr.

Emotional und für die Bindung mit seinem Kind ist die Zeit aber unbezahlbar 🙂

Wie schwer/leicht war die Umstellung?

Sehr leicht. 🙂 Unser Sohn wacht meist zwischen 5-7 Uhr auf (heißt nicht das die Nacht ruhig war und er durchgeschlafen hat). Da ich im Job auch um kurz nach 6 Uhr das Bett verlassen musste, änderte sich zeitlich erstmal gar nichts. Als weiteren Vorteil sehe ich die Jahreszeit: Im Sommer die Zeit zu gestalten, fällt nunmal leichter als im trüben Herbst oder Winter. Das heißt aber noch lange nicht Beine hoch – ganz im Gegenteil.

Was heißt das konkret?

Wickeln, anziehen, frühstück machen. Gemeinsam frühstücken bzw füttern (man will nun auch gerne selber den Löffel halten 😉 ) Anschließend duschen gehen und dabei die kalte Duschwand immer wieder abbekommen, da er damit rumspielt, während er an der Wanne steht 😉
Falls er nun müde ist, heißt es Frühschlaf inkl Geschrei „man sei ja gar nicht müde“ 😉 Ansonsten bzw danach zum Beispiel spielen oder für 1 1/2 Stunden die Zeit nutzen um etwas zu erledigen. Sei es nun Einkauf oder der Haushalt. Denn der muss ja auch gemacht werden. Man beachte das Kind hilft einem nicht wirklich – ganz im Gegenteil. Er räumt mal wieder etwas aus dem Schrank, klettert aufs Sofa und muss beobachtet werden oder andere Dinge. Außerdem will er zwischendurch gerne und oft auf den Arm. Bei aktuell ca. 12 kg Gewicht macht man so zusätzlich Sport 😛
Dann heißt es gemeinsames Mittagessen: Kochen, Essen und ab zum Mittagsschlaf.
Ist er unruhig, dann ist er nach meist 45min wieder wach, es waren aber auch mal fast 3 Stunden Mittagschlaf. In der Regel sind es um die 1 1/2 bis 2 Stunden. In dieser Zeit kann man nun das Chaos beseitigen, weiter den Haushalt machen (diesmal in Ruhe) oder die Beine hochlegen.

Je nach Müdigkeit ist es nun inzwischen ca. 14 Uhr und er ist wieder Fit und will beschäftigt werden. Bei tollem Wetter wie heute gehen wir dann zum Beispiel ins Strandbad Wendenschloß (keine 800m entfernt). Denn Sand und Wasser sind seine Elemente. 🙂 Ansonsten nun zum Spielplatz oder bei schlechtem Wetter in eins der Indoor-Spielplätze fahren oder etwas aus den Fingern saugen. Wie gesagt wir haben nun Nachmittag und die meisten sind noch am Arbeiten.

Und wann gehts ins Bett?

Gegen 18/19 Uhr – je nach Tagesstimmung und Kraft wird Abendessen gemacht und gefüttert. War es ein Strandbesuch gehts auch noch kurz duschen oder baden und dann ab ins Bett. Es soll ja Kleinkinder/Babys geben die selber einschlafen *hust* Also bei uns dauert es zwischen 15 und 45min. Länger und kürzer sind eher die Ausnahme. Seit dem wir vor ein paar Wochen angefangen haben, ihm Gute-Nacht-Geschichten vorzulesen – gehts noch schneller 🙂

Und jetzt Beine hoch?

Noch nicht. Erstmal wieder die Spielsachen aufräumen bzw das Chaos beseitigen und selber was zu Essen machen 😉 Zu dem Zeitpunkt ist es meist zwischen 19/20 Uhr, wo wir dann anfangen können abzuschalten. Etwas Essen, Nachrichten und dann noch etwas im TV. Da die Nacht meist etwas unruhig ist, gehts lieber etwas früher ins Bett.
Man hat ja gelernt 😉

Hört sich ziemlich durchorganisiert an.
Was waren denn bisher die schönsten Eindrücke?

Das er langsam mit dem Sprechen beginnt und langsam auch versteht was man möchte bzw eben verbietet. Bezogen auf die Elternzeit natürlich sein erster Geburtstag (wo meine Elternzeit ja Begann) und allgemein die Verantwortung/Erziehung und intensive Zeit mit seinem Sohn zu verbringen.
Ich freue mich jedenfalls schon auf die Kita und bin gespannt was mich erwartet.

Da es auch weiterhin keine öffentlichen Fotos von unserem Sohn geben wird, zeige ich euch hier nur allgemeine Fotos.

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5 Kommentare

  1. Schön zu lesen, dass du guter Dinge bist – und ja es klingt wirklich ziemlich durchorganisiert 😉

    Die Entscheidung keine Bilder deines Sohnes öffentlich zu posten finde ich übrigens gut, es erschreckt mich immer wieder wo Eltern Fotos ihrer Kinder überall veröffentlichen. Freude hin oder her.

    Btw, es gibt ernsthaft Indoor-Spielplätze? Mit Rutsche und Sandkasten usw?

    • Sebastian

      19. Juli 2013 at 13:07

      Logo gibt es. Heißen zwar eher Mutter-Kind-Cafe 😉 Aber dort kann man schon spielen. Bällebad, etwas klettern, Spielzeug, kleine Rutsche usw. Ok nen Sandkasten gibt es dort nicht. Aber sonst schon ganz nett. Aber in jeder größeren Stadt gibt es auch richtig große Indoor-Spielplätze. IN Berlin zum Beispiel Jacks Fun World (verlinke extra mal nicht) 🙂 Der soll echt gut sein.

    • Interessant, kannte ich alles nicht. Indoor-Freizeitpark, dass es sowas gibt 🙂

  2. Lustig, ich bin auch gerade in der Elternzeit. Eine schöne, aber wie Du schon schreibst wirtschaftlich nicht lohnenswerte Zeit.

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