Hauptstadtkind

das Blog von Sebastian Michalke

Ausbildung zum Open Water Diver

80% aller Urlauber fliegen ans Meer bzw befinden sich in der Nähe eines Sees.
Jedoch haben nur wenige Menschen die Unterwasserwelt in ihrem Urlaub kennengelernt.
Trotz dem ich ein Berliner bin, bin ich ein absolutes Wasserkind. Daher reizte es mich um so mehr, mich näher mit der Materie vertraut zu machen.

Ein Schnupperkurs mit Tauchflasche im Schwimmbad war schnell abgeschlossen. Kurze Zeit später begann ich auch im Urlaub erstmal mit dem schnorcheln. Als ich immer öfter erwähnte, das ich richtig Tauchen lernen möchte, war es irgendwie kein Zufall, das ich zu meinem 30. Geburtstag einen Gutschein für den PADI Open Water Diver auspacken durfte. 😉

Open Water Diver Manual

Theorie Grundlagen

Leider kam nach dem ersten Blättern im Theoriebuch die Ernüchterung.
Lernen, lernen, lernen. Auf 250 Seiten mit 5 Kapiteln.
Da wird sich der ein oder andere auch fragen, und was soll ich da alles lernen? Genau das fragte ich mich zu dem Zeitpunkt auch.

Aber Unterwasserdruck, Gerätebeschreibung und -funktion, Strömungen, Auf- und Abstiegstechniken, Notfallmaßnahmen usw sind eben nicht auf 2 Seiten zu verfassen.

Also habe ich mir die Visitenkarte meines Tauchlehrers geschnappt und die ersten Informationen per Telefon eingeholt. Die Theorie wird komplett durch selbst gesteuertes Lernen verinnerlicht (zumindest bei meiner Tauchschule). Bedeutet man ließt und lernt eigenständig und nach 3/5 des Stoffes durfte ich mich wieder melden. Denn ohne die Grundkenntnisse dauert die Praxis viel zu lang.

Gesagt getan – Regelmäßig auf dem Arbeitsweg gelesen und nach 4 Wochen hatte ich den ersten Termin in der Tauchschule.

Inzwischen kannte ich die Unterschiede zwischen Rissströmung und abfallender Strömung. Ich weiß was ein Tarierjacket, Munddusche und der 5 Punkte Abstieg ist. Und das beste, ich darf nun endlich umsetzen was ich gelernt habe.

Ok? OK!

Praktische Übung im See

Also ab ins Schwimmbad und auf 4m Tiefe die ersten praktischen Erfahrungen gesammelt:

  • Abstieg und Druckausgleich
  • Oktopus unter Wasser aus dem Mund nehmen und wieder einsetzen
  • Tauchermaske absetzen und wieder mit Luft ausblasen
  • usw

Nach dem zweiten Pooltauchgang ging es dann entlich auch raus in die Natur (bzw sogar 2x). Tauchen im See bei 14° Wassertemperatur. Was für ein Spaß 😉 Dank des (Neopren-) Nassanzugs ging das schon. Aber länger als 1 Stunde hält man das nicht aus.

Es wurden die gleichen Übungen wie im Pool durchgeführt (4 Tauchgänge à 30min), jedoch eben unter anderen Voraussetzungen. Dank der herbstlichen Jahreszeit und der Gegebenheit, das wir uns in Deutschland und nicht in der Kabrik befinden, sah man dementsprechend wenig.

Die Sichtweise war 2-3m mit vielen Schwebeteilchen.

Es ist schon ein komisches Gefühl, wenn man anstelle 4m (im Pool mit 1a Sicht) auf 8,5m Tiefe geht und dort nur wenige Meter schauen kann. Aber ein paar Fische und die schöne „Dekoration“ für Taucher am Straussee (in Strausberg) hat einem das Tauchen schon angenehmer gemacht.

Post von PADI

Der "Open Water" Ausweis

Nach vielen weiteren Übungen im See durfte ich nach 4 Wochen Theorie und 3 Wochen Praxis mich nun Open Water Diver nennen.
Das erlaubt mir weltweit („alleine“ – also ohne Tauchlehrer) auf eine Tiefe von 18m zu tauchen. Sofern man tiefer gehen möchte oder weitere Erfahrungen sammeln möchte kann man seine Ausbildung um folgende Punkte erweitern:

  • Wracktauchen
  • Tiefseetauchen (bis 60m)
  • Höhlentauchen
  • Unterwasserfotografie
  • Lebensretter
  • Ausbilder

Ende Oktober geht es für mich erstmal in die Flitterwochen nach Jamaika, wo ich ausgiebig meine Erfahrung anwenden werde. Nur diesmal in warmen Gewässern und mit einer traumhaften Unterwasser Kulisse. 🙂

Als kleinen Anreiz möchte ich euch aber noch das Kuroshio Sea Aquarium in Japan zeigen. Das zwar nur ein künstliches Aquarium ist (worüber man aus Tierschutzgründen diskutieren kann), trotzdem kann man sehr gut erahnen was man unter Wasser für tolle Tiere erleben kann.

2 Kommentare

  1. Ich hab den OWD vor einigen Jahren in Ägypten (Marsa Alam) gemacht, bei einem Hausriff, das wirklich keine Wünsche übrig ließ. Seitdem kann ich es im Sommerurlaub nicht erwarten wieder „unterzugehen“ – das ist ein Erlebnis, auf das ich niemals mehr verzichten möchte. Viel Spaß beim Planschen in warmen Gewässern und genieß die Unterwasserwelt! 🙂
    Lieben Gruß

  2. WoW, ja solch ein Tauchkurs würde mich auch nochmal reizen aber irgendwie bin ich immer zu faul für so etwas ..
    Wenn ich das nächste mal in Spanien bin werde ich den aber denke ich mal auch machen 🙂

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