Gestern sprach mich auf dem Alexanderplatz in Mitte ein Jugendlicher an und fragte nach dem Weg. Soweit nichts besondere, jedoch zeigte er mir dabei seinen Heimatausweiß.

Im ersten Augenblick dachte ich er will mir was verkaufen oder mich mit seinem Fake-Ausweiß ablenken. Man weiß ja nie. 😉

Der kurze Blick aus den checkkartengroßen Ausweiß zeigte ein Passbild, Name und in großer Schrift: Heimatausweiß

Ich schaute mir den osteuropäischen Jungen an und war etwas verwirrt von dem Ausweiß. Da ich ihm aber mit seiner gesuchten Adresse nicht weiterhelfen konnte bin ich weitergelaufen.

Zu Hause angekommen, wollte ich wissen was sich hinter dem Namen versteckt und habe etwas recherchiert.

Den Heimatausweiß oder auch Heimatschein gibt es wirklich.

Zitat Wikipedia: Heimatschein

Der Heimatschein (auch: Heimatausweis) ist der Bürgerrechtsausweis der Schweizer im Inland.

Das Zivilstandsamt (entspricht etwa dem deutschen Standesamt) der Heimatgemeinde Heimatort) führt ein Register der Gemeindebürger und stellt Heimatscheine an Privatpersonen aus. Jede Person, die sich in einer Gemeinde neu niederlässt, muss ihren Heimatschein bei der Einwohnerkontrolle (entspricht etwa dem Deutschen Einwohnermeldeamt, anderer schweizerischer Ausdruck, teils nur noch historisch: Fremdenkontrolle) hinterlegen. Die Hinterlegung wird von der Gemeinde durch einen Schriftenempfangsschein bestätigt.

Der Heimatschein ist unbefristet gültig, es sei denn, die Personalien des (Heimatschein-)Inhabers ändern sich.

Auf dem Heimatschein sind folgende Informationen ersichtlich: Name, Vorname, Geschlecht, Geburtsdatum, Geburtsort, Vater, Mutter, Heimatort und Zivilstand.

Wieder was gelernt 🙂
Da ich im Netz kein Foto gefunden haben, kann ich auch nichts zeigen.

Artikelbild: fuzheado