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das Blog von Sebastian Michalke

Über 1000 EUR überweisen bei der Sparkasse

Seit dem 1.7. wurde das TAN Verfahren bei der Berliner Sparkasse umgestellt. Unter anderem dadurch auch die maximale Überweisungssumme.

Die Berliner Sparkasse hat die Sicherheit erhöht und hat einige Verfahren eingegrenzt. Unter anderem ist es nun nicht mehr möglich mehr als 1000 EUR / Tag zu überweisen. Benutzt man jedoch das smsTAN oder chipTAN – Verfahren geht es weiterhin.

Nur Kunden mit dem (alten) iTAN – Verfahren (also die TAN-Liste auf dem Zettel) sind nun raus. Klingt erstmal nicht schlimm, bzw recht gut. Jedoch hatten wir am Wochenende nun folgendes Problem:

Der Urlaub steht an und ich habe meiner Frau meinen Anteil der Reisekosten überwiesen. Etwas mehr als 1000 EUR.

Da ich ja schon lange smsTAN nutze war das kein Problem. Jedoch als meine Frau die komplette Summe von etwas über 2000 EUR dem Reiseveranstalter überweisen wollte kam ne Fehlermeldung.

Pro Tag sind maximal 1000 EUR möglich!

Das bedeutet nun, das wir um die Reise zu bezahlen drei Dinge machen müssen:

  1. Tag: 1000 EUR überweisen
  2. Tag: 1000 EUR überweisen
  3. Tag: 20 EUR überweisen.

Schon echt nen Witz, wa?! Da meine Frau nicht auf smsTAN umstellen möchte, werden wir in Zukunft das so regeln, das ich das komplette Geld überweisen werde.

Screenshot © Berliner Sparkasse

Screenshot © Berliner Sparkasse

Die Sparkasse selbst sagt:

Geben sie dann an einem Tag mehrere Überweisungen über insgesamt mehr als 1000 Euro ein – beispielsweise über 400 Euro, 350 Euro und 300 Euro – kann die dritte Überweisung nicht mehr ausgeführt werden, weil mit ihr das Limit überschritten wird. Auch neue Daueraufträge über Beträge von mehr als 1.000 Euro können ab dem 1. Juli 2011 nicht mehr per iTAN (TAN-Liste) angelegt werden.

[…]

Wir empfehlen Ihnen jetzt auf die modernen Verfahren umzustellen.

Und ganz unten steht:

Übrigens: Spätestens im Jahr 2012 wird die iTAN komplett abgeschaltet.

Na super – jetzt braucht jeder ein Handy oder einen Chip-Leser!
Sicherheit hin oder her – das ist schon echt albern!

6 Kommentare

  1. In solchen Fällen hilft dann nur: entweder das Limit generell hoch setzen lassen oder wie wir es tun – zur Bank fahren und am Schalter das Teil abgeben.

  2. Sebastian

    12. Juli 2011 at 13:48

    Leider ist da nix mit hochsetzen. Ist ja kein Dispo, sondern ein allgemeiner Schutz für alle Kunden mit iTAN-Verfahren. Quasi der Zwang zu smsTAN oder chipTAN zu wechseln. Blöd finde ich es trotzdem.

  3. Wie schon gesacht, Sicherheit hin oder her. Diese Einschränkung der Banke ist übertrieben und richt ganz leicht danach das die Bank sich durch die anderen Verfahren mal wieder etwas mehr Marge reinziehen möchte.
    Sicherheit kann man auch anderes darstellen und wer garantiert mir das mit den anderen Systemen nicht auch etwas passieren kann?

    • Sebastian

      2. August 2011 at 21:22

      Hi Stefan,
      An der smsTAN verdient die Bank ja nichts. Aber du hast recht, andere Verfahren wären sicherlich auch möglich gewesen.

  4. In Frühjahr haben Gauner – in schlechtem Deutsch mit pishing – an einem Tag 7x hintereinander versucht, je 1000 Euro von meinem Sparkassenkonto ins Ausland zu transferieren. Sie hatten Itan offensichtlich geknackt, wer mit SMS-Tan oder Chip-Tan nicht kann, sollte besser zum Bankschalter gehen. Die Einschränkung der Bank hat leider (un)guten Grund, sie verdient nicht mal daran.

  5. @willi
    Solche Werbemails der Sparkasse nerven. Was heißt „haben 7x hintereinander versucht“??? Also haben sie nur „versucht“, nicht transferiert. Obwohl sie nach Ihrer Behauptung die „Itan offensichtlich geknackt“ hatten. Warum schreibt jemand solchen leicht durchschaubaren Unfug? Wenn sie die Itan „geknackt“ hatten, dürfte es doch kein Problem beim unrechtmäßigen Zugriff gegeben haben.

    Die Einschränkung der Berliner Sparkasse auf 1000 euro ist eine unglaubliche Frechheit – die verfügen selbstherrlich über das Geld des Kunden und beschränken den Kunden völlig unnötig und völlig willkürlich in seiner finanziellen Beweglichkeit. Die krallen sich einfach das Geld des Kunden und verhindern, dass Guthaben abfließen.

    So etwas läßt sich intelligenter Bankkunde nicht gefallen. Er ist keine Geisel der Sparkasse und die Sparkasse ist kein selbstgefälliger Gönner, der selbstgefällig Überweisungen gestattet oder ablehnt.

    Die Sparkasse mag sich mit ihrem frechen Eingriff schlau vorkommen, wird aber am Ende haufenweise gutsituierte und handlungsfähige Kunden verloren haben. Was übrig bleibt: Sparkasse als Armenkasse.

    Selber schuld.

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