Mehr als Hoppegarten: Pferderennen in Berlin

Mehr als Hoppegarten: Pferderennen in Berlin


Mal ein etwas anderes Erlebnis: Die Galopprennbahn Hoppegarten ist die größte, aber nicht die einzige Pferderennbahn in Berlin. Tatsächlich hat die Stadt ganz schön viel Kultur vorzuweisen, wenn es um Pferdesport geht.

Hoppegarten und mehr

Hoppegarten ist mit Sicherheit die bekannteste Pferderennbahn in Berlin. Sie wurde bereits 1868 gegründet und hat eine Fläche von 430 Hektar. Nach der Wende kam Hoppegarten in finanzielle Schwierigkeiten, 2008 wurde die Bahn aber erneuert und gehört nach wie vor zu den wichtigsten Berliner Sehenswürdigkeiten. Seitdem haben sich auch die Zuschauerzahlen verdoppelt. Was die Leute an die Pferdebahnen zieht, ist, neben dem Interesse für den Sport, auch die einzigartige Atmosphäre: der laute Galopp der Pferde beim Rennen, die vorfreudige Aufregung auf den Tribünen, die Spannung während der letzten Meter. Die Pferderennszene ist dabei wie eine eigene kleine Kultur, die man einfach einmal selbst erlebt haben muss. 2019 wird es insgesamt elf Renntage auf der Hoppegarten Rennbahn geben.

Die Favoriten des Rennens im Vergleich

Im Juli überzeugten bereits Favoriten wie Be My Best und Global Cloud beim Renntag der Berliner Club-Szene. Beim 129. Großen Preis von Berlin am 11. August wiederum stehen Hochkaräter wie Flash Approach, Sha Gino und Lady Lilian in den Startboxen. Hoppegarten gehört damit zu den illustren Pferderennbahnen Europas. Allerdings können die hier antretenden Tiere meist nicht ganz mit den internationalen Stars mithalten: Für Berühmtheiten wie Sistercharlie, die im Breeders‘ Cup Lilly & Mare Turf auf Unibet mit einer Quote von 4,00 vor den ebenfalls bekannten Hermosa (6,00) und Wild Illusion (9,00) gelistet wird, sind Flash Approach und Co. keine echte Konkurrenz. Für Zuschauer an der Hoppegarten-Rennbahn bedeutet dies aber nicht, dass man sich den Spaß entgehen lassen muss. Denn in Berlin gibt es einige der bekanntesten Pferde Deutschlands im Wettsport zu betrachten, ebenso wie gute Jockeys. 

Quelle: Pixabay

Viel Tradition

Das trifft so ziemlich auf alle Pferderennbahnen Berlins zu. Wie der Tagesspiegel in einem Artikel gut schildert, gibt es in der Stadt mehr Bahnen als nur Hoppegarten. Die Trabrennbahn Mariendorfer Damm gibt es schon seit 1913. Wie der Name sagt, ist die Bahn auf Trabrennen spezialisiert, schon 1915 wurde das Deutsche Traber-Derby erstmals in Mariendorf ausgetragen. Insgesamt kann die Bahn in ihren Holzställen über 500 Pferde artgerecht während der Veranstaltungen halten. Gerade im August gibt es viel Rennbetrieb, den man sich nicht entgehen lassen sollte. Auch hier kann der Besuch für Fans des Sports – und für diejenigen, die es noch werden wollen – sich also lohnen.

Andere Bahnen, wie jene im Olympiastadion, gibt es inzwischen leider nicht mehr. An der Jesse-Owens-Allee kann man allerdings noch die alten Kassenhäuschen sehen. Die Tradition des Pferdesports ist in Berlin an vielen Ecken sichtbar. Wenn die Faszination mit Trab- und Galopprennen weiter so hoch bleibt, sollte sich das auch in naher Zukunft nicht ändern.

Fazit

Pferderennbahnen haben in Berlin viel Tradition und ziehen auch heute noch ein großes Publikum an. Dabei hat Berlin aber mehr zu bieten als nur Hoppegarten: Viele aktuelle und ehemalige Bahnen zieren nach wie vor die Stadt. Wer ein unvergessliches und typisch berlinerisches Erlebnis will, sollte sich einen Tag an der Rennbahn gönnen. Eben mal was anderes.


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