Wer unterwegs beschäftigt werden möchte, greift in den meisten Fällen zu seinem Smartphone. Immer dabei sind Musik, Fotos, Filme, Internet usw. Das Einzige, was ein Manko sein könnte, ist die Größe des Displays. Warum also nicht zum Tablet greifen? Aus diesem Grund habe ich mir ein 10″ Tablet von der Firma Intenso einmal genauer angesehen.

Technische Fakten

Die Technik-Experten interessieren sich immer zuerst für die nackten Zahlen. Dem Laien hingegen geht es darum, wie leicht sich das Gerät bedienen lässt. Beiden Parteien möchte ich heute gerecht werden. Daher starte ich nun mit den Fakten.

  • Display: 10,1″ (25,6 cm)
  • Auflösung: 1.024 x 600 Pixel
  • Touchscreen-Typ: kapazitives Display mit Gravitationssensor
  • Prozessor: ARM Cortex A7 1,0 GHz Quad-Core
  • Betriebssystem: Android 4.4
  • Arbeitsspeicher: 1 GB DDR RAM
  • Interner Speicher: 8 GB
  • Konnektivität: WiFi 802.11 b/g/n + Bluetooth + GPS
  • Dual-Kamera: Frontkamera: 0,3 MP, Rückseite: 2 MP
  • Audio-Ausstattung: Mikrofon, Lautsprecher, Kopfhörer (3,5 mm)
  • Anschlüsse: HDMI out, Micro USB, Micro SD, Kopfhörer, DC IN
  • Gewicht: 498 g
  • Abmessungen: 153 x 256 x 10 mm

Erster Eindruck

Nach dem Auspacken fielen mir gleich zwei Merkmale auf. Zum einem haben wir hier ein Breitformat, was an 16:9 erinnert und nicht wie die meisten anderen Tablets in 4:3. Ob das ein Vor- oder eher Nachteil ist, zeigt sich später.
Als Zweites ist mir die gummierte Rückseite aufgefallen. Es ist zwar nur Plastik, dennoch vermittelt es einen positiven Eindruck. Das Gerät sitzt dadurch fester in der Hand.

Die physischen Bedienelemente befinden sich auf der linken Seite. Selbstverständlich kann durch eine 180°-Drehung des Bildschirms, die Stellung auch auf die rechte Seite gedreht werden. Die Vorderseite ist komplett clean. Kein Logo oder andere Elemente. Daher kann man das Gerät drehen und wenden, ohne es „falsch“ zu halten. Diesen Fehler machen einige andere Hersteller.

Die beiden einzigen physischen Tasten auf der Seite steuern folgende Funktionen an: Ein/Aus und ein Home-Button. Letzterer verwirrt jedoch mehr, als das er hilft. Da sich beide Bedienelemente optisch nicht unterscheiden.

Neben dem Micro-USB-Eingang für den Datenaustausch befindet sich noch ein reiner Slot für die Stromzuvor. Eine Taste für die Lautstärkeregelung fehlt hingegen. Den internen Speicher kann man ebenfalls mit einer (max 64 GB) Micro-SD aufrüsten. Den Slot dafür findet man ebenfalls am Rand.

Sorry:
- Picasa feed was successfully retrieved, but no photos found.
If you are using the "User Recent" option, try a specific album instead.

Bedienung

Die Einrichtung mit einem Google-Konto ist in wenigen Minuten erledigt und die gewünschten Apps können nach belieben aus dem Google-Store geladen werden. Erfreulicherweise befinden sich hingegen schon die üblichen Google-Apps auf dem Gerät. Ein paar weitere mir unbekannte ebenfalls, jedoch weniger als bei meinem neuen Smartphone vor wenigen Wochen.
Ich sprach anfangs bereits von der ungewohnten Auflösung von 1024×600 Pixel. Da kommt das Format von 16:9 am ehesten hin. Perfekt, wenn man sich Filme in diesem Format ansehen möchte. Lediglich ein minimaler Rahmen von 12 Pixeln (oben/unten) ist vorhanden.

Wo wir grad beim Display sind. Durch die geringe Auflösung von 1024 x 600 Pixeln auf 10″ sehen wir hier schon die einzelnen Pixel. Inzwischen sind wir alle durch eine hohe Pixeldichte durch die Luxus-Modelle verwöhnt. Sieht klasse aus, keine Frage. Aber das hat natürlich auch seinen Preis.

Das Surfen oder eMails schreiben klappt prima. Jedoch sehe ich in dem breiten Format beim Scheiben eher einen Nachteil. Zum Filmeschauen großartig, jedoch ist beim Einblenden der Tastatur bereits 2/3 des Displays verdeckt. Wenn wir das Tablet nun vertikal halten, kann man besser schreiben, aber hat gefühlt „zuviel“ Platz oben.

Speicher

Wir erhalten hier vom Werk her 8 GB internen Speicher. Der interne Speicher ist jedoch lediglich 1 GB groß. Was bedeutet das man davon lediglich 200 MB zur Verfügung hat.
Der freie Gesamtspeicher ist um die 4 GB groß. Mit einer externen Micro-SD lässt sich das Problem zwar schnell beheben. Jedoch gestatten die meisten Dienste keine externe Speicherkarte. Ich rede hier von Musik- und Film-Flatrates. Alle Dienste möchten ihre Daten aus (Lizenzgründen) auf dem internen Speicher ablegen. Das Problem ist jedoch Folgendes. Ein Film belegt gern mal 2 GB und kann somit nicht abgelegt werden. Dabei würde sich ein Tablet für die Filmwiedergabe ja gerade perfekt anbieten. Wer also nicht eine digitale Filmsammlung zu Hause rumliegen hat und auf Online-Dienste angewiesen ist, der kann diese leider nicht nutzen. Dafür kann dieses Tablet zwar nur bedingt etwas (mehr interner Speicher ist immer besser). Aber die Speicherverwaltung von Android und die Lizenzen der Anbieter tragen auch hier ihre Mitschuld.

Beim Personalisieren des Tablets habe ich natürlich auch den Hintergrund geändert. Leider verzerrt das Gerät jedes Foto nach dem Abspeichern. Die Gründe sind mir bis heute leider nicht ersichtlich.
Nachdem ich etwas getestet habe, fand ich hierfür eine Lösung. Das Foto muss als Quadrat (1:1) zugeschnitten werden. Erst dann wird es im horizontalen und vertikalen Drehen immer korrekt dargestellt. Natürlich fehlt dann immer die Hälfte des Bildes. 😉

Kamera

Wo wir grad beim Thema Bild sind. In meinen Augen hat eine Kamera auf einem Tablet nichts verloren. Nicht nur, dass es albern aussieht, wenn man mit einem Tablet ein Foto macht, sondern meist ist die Qualität nicht besonders gut. Wir haben hier eine 2 MP Kamera auf der Rückseite. Das bedeutet 1600 x 1200 Pixel. Mehr als nen Foto von etwas Unbedeutsamen zu machen ist es nicht wert. Dazu ist die Qualität einfach zu schlecht. Über die 2. Kamera möchte ich schon gar nicht sprechen. 0,2 MP sagen die Zahlen – das sind 640 x 480 Pixel. Diese Qualität hatten Handys vor 10 Jahren. Aber wie ich im ersten Satz zu dem Thema schon sagte. Kameras sind meiner Meinung nach eh nicht für ein Tablet geeignet und daher nutzte ich sie auch nur für diesen Test.

Fazit

Man bekommt für die geringe Summe von aktuell knapp 100 Eur ein Tablet, das seinem Preis gerecht wird. Man kann damit surfen, Videos schauen, Musik hören, Spielen und viele andere tolle Dinge machen. Für das Display muss ich leider einen Punkt abziehen, da es für die Größe einfach zu grobkörnig ist. HD-Ready (1280 x 720 Pixel) bzw bei diesem Format dann 1229 x 720 Pixel hätte ich schon erwartet.

Trotzdem kann man bei dem Preis echt nicht meckern. Wer sich weitere Meinungen einholen will, kann bei Amazon einmal reinschauen.

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